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Den Mittelpunkt des Presbyteriums bildet der Hauptaltar, ein ausgesprochener Bühnenaltar. Die Kulissen bilden je ein Paar gewundener Säulen, die für den in Rom geschulten Asam typisch sind. Belebt werden die Kulissen durch St. Martin links und St. Maurus mit den Zügen des Bauherrn rechts. Über dem Halbrundbogen eine reichgezierte Kartusche mit dem kurfürstlichen bayerischen Wappen; zwischen den Giebelstücken Aufnahme Mariens in den Himmel. Der drehbare Tabernakelaufsatz weist dreimal 3 Nischen auf, ist aus Holz und vergoldet. Die Hauptgruppe in der Mitte stellt den Kirchenpatron St. Georg dar, im Begriff, den Drachen zu töten und die von ihm bedrohte Königstochter zu befreien: ein Meisterwerk von Egid Quirin Asam. Hinter St. Georg in Freskoausführung an der Rückwand die Immakulata. Der Belichtungseffekt für die ganze Komposition wird durch 3 Fenster erreicht, die hinter den Kulissen und dem Giebel eingebaut sind. Die Seitenwände des Presbyteriums erfahren durch Oratorien eine lebhafte Gliederung. Versilberte Engel raffen über diesen mächtige rote Stuckdraperien. Das Deckenbild im Tonnengewölbe schildert die Stiftung des Klosters durch Tassilo III. und die Übernahme desselben durch St. Benedikt.

St. Georg ist ein Märtyrer aus dem römischen Heer. Er ist eine historische Persönlichkeit, wenn auch das Dunkel, das über seinen näheren Lebensumständen liegt, nicht völlig erhellt werden kann. Der Darstellung auf dem Altar liegt eine Legende zugrunde, die erst im 12./13. Jahrhundert in Literatur und Kunst erscheint. Sie knüpft an das uralte Motiv des Kampfes zwischen Gutem und Bösem an, das im Kampf mit dem Drachen in zahlreichen Heiligenleben seinen Ausdruck fand.



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